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Pillingbildung
Pillingbildung
Mit dem verstärkten Einsatz von Synthetics wurde eine Erscheinung mit einem Fachausdruck bedacht, die auch vor der Verwendung von Synthetics bei Textilien, z. B. bei Wolle bereits vorgekommen war: die Pillingbildung.
Unter Pilling versteht man das Auftreten kleiner Faserknäuel, die sich beim Scheuern auf der Oberfläche von Geweben und Maschenwaren aus verschlungenen Fäserchen bilden und haften bleiben.
Die Pills, die knötchenartige Zusammenballung von Fasern, die aus dem geordneten Gewebeverband ausgetreten sind und auf der Gewebefläche haften, werden selten größer als zwei Millimeter. Ihre Entstehung ist die Folge einer Verletzung der sehr feinen Fäserchen, aus denen die Garne aus synthetischen Fasern bestehen. Gefördert wird die Pillingbildung durch übermäßige Beanspruchung der Bekleidungsstücke. Die Konstruktion des Flächengebildes kann hierfür ebenfalls der Auslöser sein.
Um die durch Pills unansehnlich gewordene Oberfläche der Textilien wieder etwas zu verschönern, kann man die Knötchen mit einer Nagelschere abschneiden. Bei glatten Geweben (nicht aber bei Strickwaren) hat sich auch der Einsatz eines Trockenrasierers mit Scherkopf bewährt.

